Gedankenschaukel

Schaukelräume erzeugen Gedankenräume

Der Traum vom Fliegen beflügelt. Die Füße lösen sich vom Boden, die Schwere des Körpers ist aufgehoben, neue Blickwinkel ergeben sich. Eine Schaukel als Schwerkraftsüberwindung ist ein Hilfsmittel, das man vor allem aus Kindheitstagen kennt. Doch warum befindet sich eine solche Vorrichtung nur auf Spielplätzen, in denen die Altersbeschränkung bis 12 Jahren ist? Wo sollen Ältere diesem Bedürfnis nachkommen können?

Die Initiative „Gedankenschaukel“ widmet sich dieser prekären Situation im öffentlichen Raum. Sie stellt Schaukeln auf, die für jederman zugänglich sind und vierundzwanzig Stunden genutzt werden können. Nicht nur der Körper kann sich im Alltag in die Lüfte erheben. Die Schaukeln bringen alte Gedankenkonstrukte in Schwung, wodurch Neues entstehen kann.

Die Fotografien entstanden am Industriedenkmal „Donaulände“ in Regensburg. Das Projekt konnte dort  nicht offiziell realisiert werden, da die Besitzer Angst haben, dass dieses Projekt „Partyleute“ anzieht. Somit bleiben alle Schaukeln in Regensburg weiterhin brav auf ihren Spielplätzen.

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